Segeln in der Karibik
 
SWAN 43

Rasmus

 

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23.12.05

Törn 2 - Wieder auf dem Wasser

Dass Ariane und Mathias uns einmal besuchen kommen - davon haben wir ja öfters geredet und das eigentlich schon seit Jahren. Genau gesagt, seit dem Jahr, in dem Mathias "die Schnauze endgültig voll hatte", das Chartern sowie die Karibik sein ließ und das dazugehörige Schiff, die Shiva, verkaufte.

Aber so ganz richtig daran geglaubt habe ich nie - von einer beeindruckend großen 50 Fuß Beneteau bei der Rollgross und Rollgenua aus dem schattigen Cockpit gesetzt werden auf die, wohlwollend formuliert, klassische Rasmus, bei der ausschließlich das Sonnensegel (ein)gerollt wird?

Wider alle Unkenrufe, sie kamen! Zu einem wunderschönen Törn von Puerto la Cruz via die Arapos und Mochima nach Porlamar und weiter, weiter wieder in die Abgeschiedenheit, auf die Frailes und Los Testigos.

Mathias kam, um auf dem Wasser zu sein und nichts zu tun - Ariane auch, um noch mehr übers Segeln zu erfahren. Eigentlich eine gute Kombination, wenn sich Mathias und Dieter nicht manchmal (bitte zu beachten, ich schreibe MANCHMAL) im nicht erklären übertroffen hätten!

Ich glaube, Ariane hat den nicht vorhandenen Autopiloten ebenso wenig
vermisst wie ich - das Schiff durch´s Steuer kennen zu lernen, da muss jetzt Humphrey Bogart herhalten "Ich glaube, das ist der Beginn einer
wundervollen...
"

Auch die Arbeit am Vordeck hat sichtbar Spaß gemacht und ging bald locker von der Hand - obwohl wir natürlich ohne die durchaus wichtigen Kommentare aus dem Cockpit nie soweit gekommen wären... (Dabei fällt mir ein, dass Dieter uns noch ein Ankermanöver unter Segel schuldig ist...!)

Aber es ging ja nicht nur ums Segen.

Wir wissen jetzt wieder, dass das Licht zum Schnorcheln nach 16:00 Uhr nicht mehr das allerbeste ist, herumliegende Bücher bei Lage und Wind über Bord gehen können und Plastikkübel nicht ewig halten. In die Versuchsreihe "ein offener Kontaktlinsenbehälter fällt bei stärkeren Schiffsbewegungen weder herunter noch die Kontaktlinsen heraus", habe ich mich ganz unnötiger Weise eingemischt. So sind die Frauen, tut mir leid!

Außerdem haben wir einen 1,08 m langen Wahoo nicht nur gefangen sondern auch aufgegessen...! Ich muss aber gestehen, dass ich den Fisch ab dem Abend des dritten Tages versucht habe zu "verkleiden": bereite Fisch so zu, dass Du beim Essen glaubst es sei anderes "Fleisch".

Lange Zeit habe ich mit meinen ziemlich sonnenverbrannten Oberschenkel den wer-schmiert-verliert-Contest angeführt. Wurde aber, glaube ich, nach einem Tag am Strand hinter der Sanddüne auf den Testigos von ebenfalls ganz schön roten Oberschenkeln und einem heute-Abend-ist-es-aber-heiss-Rücken abgelöst. Es lebe die Aloe Vera Pflanze!

So gesehen war´s gar nicht so schlecht, dass wir wirklich-ganz-untypisch-für-Venezuela im Dezember den einen oder anderen Regentag hatten... Jetzt aber zeigt sich das Wetter wieder von seiner besten Seite: kobaltblauer Himmel, Passatbewölkung. Schön, dass Ariane und Mathias davon noch was haben - sie lassen ihren Urlaub nahe der Playa del Aqua im Nordosten Margaritas ausklingen. Und wir hoffen, dass sie getreu ihrer Ankündigung, den einen oder anderen Moment dazu verwenden um über ein Wiederkommen nachzudenken...!

Barbara
Porlamar, Margarita, am 14. Dezember 2005
 
Fotos:

Fischer Los Testigos

Languste

Mathias

rechtschaffen müde